Aktuelles: Laufenburg

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Galerie der Ehrenbürger wieder komplett

Autor: Hirsch & Wölfl GmbH
Artikel vom 03.05.2013

Viele Jahre fand sich in der Galerie der Ehrenbürger der Stadt Laufenburg eine freie Stelle. Das Porträt von Hermann C. Starck war vor einigen Jahren still und leise verschwunden und tauchte bis heute nicht mehr auf. Jetzt ist die Welt der Ehrenbürger aber wieder in Ordnung.


Dank finanzieller Unterstützung der Firma H.C. Starck hängt neben den beiden Bürgermeistern Jakob Eschbach, Albert Wasmer und der Schlössle Madam Mary Codman nun auch wieder Fabrikant Hermann C. Starck. „Wir freuen uns, die Lücke gemeinsam schließen zu können“, umriss Dr. Jürgen Cornelius, Werkleiter der H.C. Starck vor Ort, die Gemeinschaftsaktion, die letztlich Heide Rüdiger aus Hochsal ermöglichte. Die Witwe des langjährigen Werkleiters Siegfried W. Rüdiger, hatte Hermann C. Starck noch persönlich gekannt und lieferte die Vorlage für ein neues Porträtbild, deren Kosten wiederum die Firma H.C. Starck übernahm. Die Initiative ergriffen hatte die Stadt Laufenburg, die damit dem Wunsch vieler Bürger entsprach.


„Es kam irgendwie weg“, so Bürgermeister Ulrich Krieger zum Verbleib des Originals, das schon nicht mehr an der Wand hing, als der neue Rathauschef vor vier Jahren sein Amt antrat. Gestohlen, verliehen, entwendet: Der Theorien gibt es viele, aber keine heiße Spur. Stadtarchivar Martin Blümcke nutzte die Enthüllung des neuen Porträts im Foyer zum Ratssaal, um das Leben eines sehr interessanten, sozialen Unternehmerpersönlichkeit nachzuzeichnen, für den stets der Mensch im Mittelpunkt stand, und der die Öffentlichkeit scheute.
26-Jährig setzte Hermann C. Starck 1920 mit der Pacht des Werkes Rhina seinen Fuß geschäftlich nach Laufenburg. Aber auch privat spielte das kleine Hochrheinstädtchen zeitweise eine immens wichtige Rolle. Dass Ehefrau Klara, eine Jüdin, und die beiden Kinder die Nazizeit überlebten, ist auch dem Umstand zu verdanken, dass das damalige Gasthaus Rebstock zum richtigen Zeitpunkt Unterschlupf gewährte.


Die Stadt Laufenburg verlieh Hermann C. Starck im Jahr 1967 die Ehrenbürgerschaft. Starck, damals 76 Jahre alt, stiftete im selben Jahr die sogenannte Rathenau-Anlage am Andelsbach. In Memoriam an seinen Mentor und großes soziales Vorbild Walter Rathenau, Außenminister der Weimarer Republik, der 1922 aus politischen Gründen ermordet worden war. Auch ein Gedenkstein mit Berliner Bär steht dort: 1062 Kilometer bis Berlin.

SÜDKURIER Text und Foto

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