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Bürgerbrief zum Start der Elektrifizierung
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,
seit Sonntag, 26.04.2026, ist die Bahnstrecke zwischen Basel und Erzingen aufgrund der Elektrifizierung der Hochrheinstrecke gesperrt und die Bauarbeiten haben begonnen.
In Laufenburg (Baden) sind wir gleich mehrfach betroffen: Die beiden Bahnhaltepunkte werden umgebaut, der Rappensteintunnel wird aufgeweitet und die beiden Schienenüberführungen (Brückenbauwerke) in der Brunnenmatt und in Hauenstein werden abgerissen und neu gebaut. Der Oberleitungsbau wird sich zudem über die gesamte Strecke ziehen. Diese Großbaustellen machen Laufenburg (Baden) zu einer der am meisten betroffenen Städte am Hochrhein. Die Elektrifizierung wird das Stadtbild deshalb in den kommenden 18 Monaten prägen.
Seit Beginn der Planungen haben sich Gemeinderat und Stadtverwaltung intensiv mit dem Bauvorhaben beschäftigt. Mehr als 1.000 Arbeitsstunden wurden in Gespräche und Verhandlungen mit der Deutschen Bahn investiert, um gute bauliche Lösungen zu finden und Beeinträchtigungen während der Bauphase so gering wie möglich zu halten.
Tatsächlich ist uns das in vielen Fällen auch gelungen: Verkehrskonzepte wurden optimiert, Rettungswege neu gedacht, bauliche Abläufe besser durchgeplant und geplante Einschränkungen minimiert. Ebenso konnten die finanziellen Lasten für die Stadt reduziert werden.
Zur Wahrheit gehört aber auch, dass nicht alle Einwendungen und Lösungsvorschläge der Stadt im Planfeststellungsverfahren vom Eisenbahnbundesamt als Genehmigungsbehörde berücksichtigt wurden. Während wir z. B. Parkplätze im Bereich Bahnhofstraße für Anwohner teilweise erhalten und auch eine vollständige Sperrung über die gesamte Bauzeit des Parkhauses Brunnenmatt verhindern konnten, fallen am Haltepunkt Ost die Park- and Ride-Parkplätze leider weg. Die Bahn benötigt diese Flächen für die Baustelleneinrichtung komplett.
Während der Bauzeit wird es auch Lärm- und Staubbelästigungen geben und trotz aller Bemühungen auch zu verkehrlichen Behinderungen kommen.
Die Elektrifizierung wird die Stadt aufgrund der gesetzlichen Regelungen zudem einen mittleren Millionenbetrag kosten – eine hohe Last in finanziell schwierigen Zeiten.
Die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke wird uns nach deren Fertigstellung allerdings auch viele Vorteile bringen: Die alten Dieselfahrzeuge werden durch neue moderne und umweltfreundliche Fahrzeuge ersetzt, die Zugverbindungen werden ausgebaut, u. a. wird es nach Basel einen Halbstundentakt und eine neue Verbindung in die Ost-Schweiz nach St. Gallen geben. Die Pünktlichkeit soll sich ebenfalls verbessern und beide Haltepunkte werden barrierefrei ausgebaut. Nach dem Ende der Bauarbeiten wird es außerdem einen grenzüberschreitenden Busverkehr zwischen dem Haltepunkt Ost und dem Bahnhof in unserer schweizerischen Schwesterstadt geben.
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner, lassen Sie uns genau diese Verbesserungen im Blick behalten, wenn wir in den kommenden Monaten mit all den baubedingten Einschränkungen leben müssen. Die Einschränkungen sind lästig und nicht schön, aber sie sind alle zeitlich beschränkt. Die Verbesserungen hingegen werden wir dauerhaft behalten!
Ich danke Ihnen schon jetzt für Ihr Verständnis und versichere Ihnen, dass sich Gemeinderat und Stadtverwaltung wie bisher auch künftig für die Belange der Stadt in der Bauphase einsetzen werden.
Ihr Ulrich Krieger
Bürgermeister
Weitere Informationen zu der Elektrifizierung finden Sie in den Unterlagen der Gemeinderatssitzung vom 27.04.2026.


