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Zwei Länder - eine Stadt
Laufenburg wurde 1207 erstmals urkundlich erwähnt. Es war eine Stadt auf beiden Seiten des Rheins, verbunden mit einer Brücke.
1801 wurde sie durch Napoleon geteilt. Der kleinere Teil der Stadt, am rechten Ufer des Rheins, wurde dem Badischen zugeteilt und gehört heute zu Deutschland. Der grössere Teil der Stadt am linken Flussufer, wurde dem Fricktal und 1803 dem damals neu gegründeten Kanton Aargau in der Schweiz zugeteilt. Bis heute prägt diese besondere Geschichte das Stadtbild. Auf beiden Seiten des Rheins laden kleine, malerische Altstädte mit verwinkelten Gassen, historischen Gebäuden und farbenfrohen, gepflegten Häusern zum Flanieren und Entdecken ein. Obwohl der Rhein die beiden Stadtteile trennt, bleiben sie für immer durch die Laufenbrücke verbunden.
Wer durch die Gassen von Laufenburg schlendert, erlebt eine einzigartige Verbindung von Geschichte, Kultur und grenzüberschreitendem Charme – an einem Ort, der zwei Länder und doch eine Stadt vereint.
Rundgang durch beide Laufenburg
- Zwei Länder, eine Stadt: Ein Spaziergang über die Laufenbrücke ist hier ein Grenzübertritt zu Fuss von Deutschland in die Schweiz.
- Malerische Altstadtkulisse: Verwinkelte Gassen, historische Gebäude und eine Burgruine schmiegen sich auf beiden Seiten an den Fluss.
- Der Rhein als Lebensader: Der Fluss teilt nicht nur, er verbindet und prägt das gesamte Stadtbild auf einzigartige Weise.
- Gelebte Geschichte: Von den einst tosenden Stromschnellen („Laufen“) bis zur gemeinsamen grenzüberschreitenden Kultur – hier ist Geschichte überall spürbar.
In den Prospektständern der beiden Tourist-Infos finden Sie einen Stadtplan, auf dem alle Sehenswürdigkeiten der Altstadt markiert und beschrieben sind.
Den digitalen Altstadtplan können Sie hier herunterladen: Stadtplan (PDF-Dokument, 6,93 MB, 18.06.2026)
Laufenbrücke
Bereits im Jahr 1207 wurde an der Stelle der heutigen Laufenbrücke erstmals ein Rheinübergang erwähnt. Über Jahrhunderte verbanden verschiedene Holzbrücken die beiden Ufer der damals noch ungeteilten Stadt Laufenburg und dienten als wichtiger Handels- und Verkehrsweg.
Die heutige Brücke entstand im Zusammenhang mit dem Bau des Wasserkraftwerks in den Jahren 1908 bis 1914. Sie wurde vom Schweizer Ingenieur Robert Maillart entworfen und gilt als bedeutendes Beispiel des frühen modernen Brückenbaus.
Bis zur Eröffnung der Hochrheinbrücke, welche 2004 etwa 1 km flussaufwärts gebaut wurde, führte der gesamte grenzüberschreitende Autoverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz über die Laufenbrücke. Auch die Zollabfertigung erfolgte direkt an diesem Übergang.
Heute ist die Laufenbrücke nur noch für Fussgänger und Fahrradfahrer offen. Sie verbindet die beiden Altstädte und ist ein Wahrzeichen der Doppelstadt und ein Symbol ihrer gemeinsamen Geschichte.
Burgruine & Schlossberg Laufenburg
Die Ruine Laufenburg wird erstmals 1207 erwähnt und war einst die Stammburg der Grafen von Habsburg-Laufenburg.
Während des Dreissigjährigen Krieges wurde die Anlage so stark beschädigt, dass ein Wiederaufbau nicht mehr lohnenswert erschien. Lediglich der Bergfried blieb erhalten.
Über viele Jahrzehnte war der Schlossberg sich selbst überlassen und wurde von der Natur zurückerobert.
Nach der Teilung der Stadt im Jahr 1801 ging der Schlossberg mit der Burgruine an den 1803 neu gegründeten Kanton Aargau über. Einige Jahre später kaufte die Stadt Laufenburg dem Kanton die Anlage ab.
Sie wurde zum Steinbruch erklärt und die Steine der einst mächtigen Burg wurden für den Bau von Bürgerhäusern benutzt.
In den 1970er Jahren wurde der inzwischen vollständig überwachsene und verwilderte Schlossberg saniert, der Bergfried gesichert und wieder begehbar gemacht. Gleichzeitig wurde der Schlossberg geräumt und zu einem öffentlichen Erholungsraum umgestaltet, der heute für jedermann frei zugänglich ist.
Vom Schlossberg aus bietet sich ein herrlicher Ausblick über die Dächer der Altstadthäuser, über den Rhein hinweg in die deutsche Schwesterstadt Laufenburg (Baden) sowie bis zu den saftig grünen Hügeln des Juras.
Stadenhausen - Auf der Mainau von Laufenburg D
Zwischen Luttingen und Laufenburg fließt der Rhein in einer halbkreisförmigen Schlaufe. An der tiefsten Biegung liegt am Gestade das kleine Dorf Stadenhausen, das als die Mainau von Laufenburg gepriesen wird. Im besonders begünstigten Klima gedeihen hier vorzüglich Kern- und Steinobst sowie Beeren. Im Frühjahr verwandeln sich die Obstplantagen in ein regelrechtes Blütenmeer.
Schlössle Laufenburg / D
Ursprünglich Sommersitz des Basler Bankdirektors La Roche, wurde das Anwesen 1894 von dem amerikanischen Ehepaar Codman aus Boston zu einem „Schlössle“ umgebaut.
Die spätere Ehrenbürgerin Mary Codman engagierte sich in der Kulturszene, im sozialen Bereich (u.a. als Initiatorin des ersten Laufenburger Kindergartens) und zum Allgemeinwohl der Stadt.
Das komplett modernisierte Gebäude bietet mit dem Panoramasaal im Obergeschoss einen erstklassigen Veranstaltungsort für kulturelle und private Anlässe sowie durchgängig einen Café- und Restaurantbetrieb im Untergeschoss. Auch der Außenbereich und die Nebengebäude sind sehenswert. Der Blick auf die Schweizer Schwesterstadt mit altem Stadtzentrum, unweit des berühmten Hans-Thoma-Blicks gelegen und über den Dächern von Badisch-Laufenburg thronend, ist einzigartig.
Den Erwerb eines neuen Steinway-Flügels (B-211) Anfang 2019 verdanken wir dem Förderverein Kultur im Schlössle e.V., der mit der 2018 ins Leben gerufenen Konzertreihe Mary Codman Classics die Tradition jung und lebendig hält, erstklassige Musiker nach Laufenburg zu holen und neue künstlerische Akzente in der Region Hochrhein zu setzen.















