Ein Jubiläumsgeschenk nach Maß: Im zehnten Jahr des Bestehens der Violinschule von Elisabeth Müller-Waßmer in Binzgen erreichten vier ihrer Schülerinnen beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ im Februar in Tiengen jeweils die Höchstpunktzahl. Die drei älteren Schülerinnen reisen nun am 20. März zum Landeswettbewerb nach Friedrichshafen. Das Nesthäkchen muss sich derweil noch in Geduld üben, weil sie noch zu jung für den Landeswettbewerb ist.
Gestrahlt wird trotzdem im Quartett, als Bürgermeister Ulrich Krieger dieser Tage in seinem Arbeitszimmer den vier jungen Preisträgerinnen Theresa Albiez, Hanna und Kathrin Friedrich und Edith Müller-Waßmer mit anerkennenden Worten und einem Büchergutschein zu ihren tollen Leistungen bei „Jugend musiziert“ gratuliert. Laufenburg werde sehr verwöhnt, freute sich der Bürgermeister mit über den Erfolg der Violinschule aus Binzgen.
Zehn Jahre ist es her, dass Elisabeth Müller-Waßmer, die Tochter des langjährigen Organisten der Evangelischen Versöhnungskirche, Winfried Müller, die Violinschule aus der Taufe hob, und nicht zum ersten Mal kehrten Schüler Preisträger von „Jugend musiziert“ zurück. Dass dieses Mal gleich alle vier mit Höchstpunktzahlen bewertet wurden, überraschte aber doch. Theresa Albiez aus Segeten darf sich sogar doppelt freuen. Die 15-Jährige schaffte vor kurzem außerdem die Aufnahme in das Landesjugendorchester Baden-Württembergs. Mit auf die Reise nach Friedrichshafen gehen auch Katrin Friedrich, 10 Jahre, aus Bad Säckingen und Zwillingsschwester Hanna, die als Begleitung am Klavier ebenfalls die Höchstpunktzahl erreichte.
Nur Nesthäkchen Edith Müller-Waßmer ist mit sieben Jahren noch zu jung für die Teilnahme am Landeswettbewerb. Die Begabung der jungen Mädchen ist das eine, der Fleiß das andere. Alle Mädchen musizieren täglich zwischen ein bis zwei Stunden. Gerne, wie sie alle betonen. Ein Tag ohne Instrument ist unvorstellbar. Gespielt wird, was gefällt. Von der Klassik bis hin zur Moderne. Für Theresa Albiez steht jetzt schon fest, dass sie einmal Musik studieren wird. Auch die Wünsche und Träume von Katrin und Hanna Friedrich gehen in Richtung Musik. Das Zwillingspärchen könnte sich gut vorstellen, auf Tournee zu gehen. Aber nur gemeinsam, versteht sich. Danach befragt, welche Faktoren es für den Erfolg brauche, nennt Elisabeth Müller-Waßmer zwar die Begabung, aber das gegenseitige Vertrauen ist ihr fast noch wichtiger. „Es ist nötig, dass die Eltern eine enge emotionale Verbindung zum Kind zulassen. So lässt sich die Musik besser fühlen“, erklärt Elisabeth Müller-Waßmer. Nicht weniger von Bedeutung ist außerdem der begleitenden Pianist beziehungsweise die Pianistin: „Die Begleitung muss stimmen“, so Elisabeth Müller-Waßmer über das erforderliche „Erfolgsdreieck“.
SÜDKURIER, Text und Foto Brigitte Chymo
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