Zum elften Mal finden die Laufenburger Salmwochen statt. Während vier Wochen verwöhnen sieben Gastronomen die Gäste mit ihren Salmkreationen.
«Was im kleinen Rahmen begonnen hat, entwickelte sich zu einem Riesenerfolg», blickt Silvia Blaser, Leiterin des Verkehrsbüros, auf die ersten zehn Ausgaben der Laufenburger Salmwochen zurück. «Wir hatten selber nicht mit einem so grossen Erfolg gerechnet.» Inzwischen reisen die Gäste von weither an, um die lukullischen Salmkreationen in einem (oder auch mehreren) der sieben teilnehmenden Gastronomiebetriebe zu geniessen.
Der Genuss ist dabei grenzenlos, beteiligen sich doch vier Restaurants auf Deutscher und drei auf Schweizer Seite an den Salmwochen. Sie alle bieten «eine wunderschöne Palette an Salmmenüs», weiss Silvia Blaser. Fürwahr, wie ein erster Blick in die druckfrischen Speisekarten zeigt. Da sticht dem Hungrigen ein «Apfel-Inger-Risotto mit soutierten Lachwürfeln» (Taverne zum Adler) ins Auge, dort macht einem das «Salmsteak überbacken mit Tomaten und Kräutern» (Hotel Alte Post) den Mund wässrig. Da lädt ein «Salm im Blätterteigkissen» (Hotel Rebstock) zum Reinbeissen, dort landet ein «Salm-Filets im Spinatnudel-Nest» (Hotel Kranz) am Haken. Oder wie wäre es mit einem «Salm-Scampi-Spiess (Gasthaus Engel), begleitet vom «Salmenfischer», dem offiziellen Salmwochenwein (in diesem Jahr erstmals ein Rosé)? Kurz: «An den Salmwochen kommt jeder auf seine Rechnung.»
Breites Rahmenprogramm
Dies gilt, einmal mehr, auch für das Rahmenprogramm. «Im letzten Jahr organisierte erstmals jeder Betrieb an einem Abend einen Event», erzählt Silvia Blaser. «Das kam bei den Gästen gut an.» So gut, dass die Eventschiene in diesem Jahr wiederholt wird. Den Auftakt macht «Dold», der am 6. März in der Taverne zum Adler «witzige, nachdenkliche und fröhliche Geschichten von Hotzenwälder Originalen» zum Besten geben wird. Am 7. März tritt das Trio Aaregruess im Restaurant Warteck auf, am 13. März bietet das Hotel Engel ein «Satire-Menü» mit «LinkMichel», einem Komödianten aus dem Schwabenländle, der das Menü mit seinen gepfefferten Pointen würzen wird. Wer zu Violinen- und Akkordeonklängen «salmieren» möchte, der kommt am 19. März im Hotel Alte Post auf seine Rechnung. «Salm, Sekt und Saxophon» lautet das Motto am 25. März im Hotel Rebstock und am 26. März zieht die Schweizer Kabarettistin Rosetta Lopardo im Hotel Kranz ihre (Wort-)Register.
Offiziell eröffnet werden die Salmwochen am 7. März mit einem kalt-warmen Frühstücksbrunch-Buffet im Schlössle in Badisch-Laufenburg. Dass dabei auch Salmspezialitäten serviert werden, versteht sich von selbst. «Der Brunch wird jedes Jahr von einem anderen Betrieb ausgerichtet», erklärt Silvia Blaser das Konzept. In diesem Jahr «bruncht» man mit dem Hotel Kranz. Musikalisch umrahmt wird der Anlass vom jungen Pianisten Jonas Ebner aus Badisch-Laufenburg, der sein Talent beim Regionalwettbewerb «Jugend musiziert» unter Beweis gestellt hat.
Zum Rahmenprogramm gehört auch ein Salmmarkt auf dem Wochenmarkt in Badisch-Laufenburg (12. März) und eine Salmtour durch die Stadt (20. März). Gert Philipp, Naturschutzwart im Landkreis Waldshut, geht dabei den Stellen in der Stadt nach, die mit dem Salmfang zu tun haben. Abgerundet wird die eineinhalbstündige Führung mit einem Besuch im Museum Schiff.
Mit ihrem Engagement bieten die Organisatoren der Salmwochen damit nicht nur mannigfaltige Gaumenfreuden, sondern leisten auch einen wertvollen Beitrag zum besseren Verständnis, wie wichtig die Salmfischerei bis ins 20. Jahrhundert für Laufenburg war. Dass sie mit ihrem Konzept durchaus richtig liegen, zeigt auch der Erfolg beim Tourismuspreis «Tourio 2009». Die Salmwochen belegten da den achten Platz. «Darauf sind wird stolz.» Zu Recht.
Die Betriebe
Die elften Laufenburger Salmwochen werden am 5. März eröffnet und dauern bis am 2. April. Auf Schweizer Seite bieten das Restaurant Kaschmir, die Taverne zum Adler und das Restaurant Warteck eine individuelle Salmkarte, auf Deutscher Seite beteiligen sich das Gasthaus Engel, der Gasthof Kranz, das Hotel Alte Post und das Hotel Rebstock an den Salmwochen.
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NEUE FRICKTALTER ZEITUNG: Text und Foto Thomas Wehrli
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